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Albmarathon 2006
Herbstwetter beim Albmarathon. Wir
sind dem Regen davongelaufen. Erstaunlicherweise finden sich mehr als 15
Mitglieder unserer "Team-Bittel"-Internet-Community "zufällig" hier
wieder.
Ich werde öfters gefragt: was ist das eigentlich, eine Internet-Community?
Also: wenn man 5 Mails bekommt, dadurch erfährt, dass 7 Leute vom "Team"
teilnehmen, vor dem Start dann 9 Leute aus dem "Team" trifft, während des
Laufens weitere 4 begrüßen kann, im Ziel dann noch einmal 3 trifft, die auch
dabei waren, und in den nächsten Tagen Mails von nochmals 3 Leuten kriegt,
die auch dabei waren... - Das ist eine Internet-Community. Finde ich toll !
Ja, wir kennen uns, nicht jeder kennt jeden. Wir treffen uns gelegentlich
bei dem einen oder anderen Laufevent, mailen immer mal wieder, fragen und
erzählen uns was, meistens ums Laufen.
Das sind die "aktiven" Mitglieder. Daneben gibt es den passiven (viel viel
größeren) Teil der Community: die Leser.
Und nun zu allen von Euch: so war es beim Albmarathon:
1. Wettermäßig gesehen
Der Wetterbericht am Vorabend sagt 15°C
und 90% Regenwahrscheinlichkeit bis in den Abend. Okay, nur leichter Regen,
doch neunzig Prozent! - Ich packe meine Jacke ein. Sicher denken die Mädels
(und Hilmar) schon an Handschuhe.

Start bei
düsterem Himmel... |

...doch wir sind bester Laune |

Der Berg in Wolken... |

... manchmal düstere Stimmung |

Feuchter Wald und niedrige Wolken, ... |

...da leuchten die Herbstfarben
nicht sehr. |
Doch es sollte anders
kommen: die Anfahrt noch im Regen, kurz vor dem Start auch noch einige
Tropfen, doch pünktlich zum Start war es das mit nass auch für heute: wir
haben enormes Glück. Team-Bittel Läuferglück. Wir starten bei nicht kühlen
12°C, kein Wind, keine Gänsehaut. Viele besorget Blicke gen Himmel: wie
lange wird es halten? Ab wann werden wir nass? Nass zu laufen ist
unangenehm. Wind weht wenigstens keiner. Zumindest hier unten im Rems-Tal.
So starten wir, laufen in den Wald und die Alb hoch. Dreiviertel oben sehen
wir düstere Wolken um uns herum, die zu erklimmenden Berge zum Teil in
Wolken. Aber unverdrossen laufen wir weiter, haben wir ja immerhin schon
15km ohne Nass. Auch als sich die 25km-Crew von uns trennt, oben am steilen
Berg, kein Regen. Noch immer keiner beim letzten Berg, und es ist sogar
etwas Sonne am durchblitzen. Unglaublich. So laufen wir bergab im Wald, es
ist merklich wärmer unten, kühler oben. Am Ende hat uns der Regen ganz
vergessen.
2. Mathematisch
gesehen
Eine Gleichung mit mehreren Unbekannten: 328
Läufer laufen 25km, 464 Läufer laufen 50km, 17 Stafetten (max. 10 Läufer je
Stafette) gehen auf die 50km-Strecke, 86 Walker ziehen mit Stöcken eine
30km-Runde = wie viele Kilometer gibt das? Richtig: 38.230km, fast ein Mal
um die Erde!
Mathematik der höheren Potenz: (alle gelaufenen Kilometer) x (12°C bis 15°C)
x (610 bis 1.100 Höhenmeter) x (Durchschnittsgewicht aller Läufer 71,5 kg) =
??? - Was, keiner mehr dabei?

4 knackige Hintern (beim
typ. Stretching) |

328+464+86+(17x5)=963 Starter |

7 von 15 "Team-Bittel"
Lauffreunden |

20 von 50km |

1 Fotograf... |

...der mind. 6x (lächelnd)
auftauchte |

1 einziger Anhalter... |

...1 Susanne und 1.001 Pusteblumenschirmchen |
3. Naturmäßig gesehen
Es ist Herbst. Wir laufen über die Drei
Kaiserberge. Zuerst sehen wir 3 Berge vor uns, dann 2 Berge, dann einen. Wir
laufen durch Wälder mit angenehmer Luft, vorbei an Meilen von saftgrünen
Wiesen, spüren den Herbst. Die Apfelernte ist in vollem Gange, die Weinlese
auch. Der Raps versucht zum dritten Mal dieses Jahr zu blühen. - Eine Labsal
für unsere Auge.
Wir können Vögel zwitschern hören, sehen, wie sich die Zugvögel zusammen
scharen. Es ist Frieden und Ruhe in der Natur. - Balsam für die Seele.
Wir riechen den frischen Waldboden, die letzten Pilze. Und manchmal die
*hust* Düngung der Äcker.

Es ist Herbst im Rems-Tal |

Herbst an der Ufermauer |

Herbst mit Fotograf vom
Foto-Team Müller |

Saftige grüne Wiesen |

Rein in den Waldduft... |

...raus
aus dem Waldduft |

Herbstbaum (dahinter Hohenstaufen) |

Auf dem Hohenstaufen (684m) |

Großfamilie fröhlich bei der Apfelernte |

Erwin beim Pilze beobachten |
4. Kulinarisch
gesehen
Natürlich gibt es in ausreichenden Abständen
Verpflegungsstellen, mit Wasser, Iso-Schorle, Cola, aber auch mit sehr
leckerem warmen Tee, Haferschleim im Tee, Brotstückchen, Müsliriegel und
Bananen. Doch wer Hilmar und Susanne noch nicht live erlebt hat, wenn ein
Café in Reichweite kommt, der kenn die Welt nicht. Es reicht ja schon Hilmar
zu sagen, dass es an der nächsten Verpflegungsstelle eventuell Kuchen gibt,
schon saust er davon. Und die Susanne hinterher. Also ich mag den Hafer im
Tee, die meisten anderen auch. Leider sind heuer die Birnen auf der Alb (ich
hab da meine beiden Birnbäume) etwas sauer. Ich lasse sie aus.
Am besten aber ist die Verpflegung im Ziel, und ich meine jetzt nicht das
Bier (alkoholfrei), sondern das deftige Büffet in der Halle.

Warmer Tee am Morgen (km7) |

Warmer Tee der strahlenden Hilfsparade (km12) |

Brotstücke, Müsliriegel und lachende Bananen |

Unmengen von freudig gereichten
Müsliriegeln |

Café- und Kuchen-Süchtige Hilmar + Susanne |

Frank schmeckt es |
5. Helferisch gesehen
Ich finde es immer wieder erstaunlich, wer sich
Samstag früh bei diesem Wetter alles auf der Strasse befindet, nur um uns zu
bedienen. Vor allem die Kinder scheinen ihren Spaß dabei zu haben.

Der größte Helfer |

Zwei außer Rand und Band |

Jungs
mit Rasseln und Trillerpfeifen |

Kontrollstelle am Wendepunkt |

Dicke Verpflegung bei km35 |

Treues Publikumspaar, immer wieder an der Strecke |
Ein wunderschöner Lauftag. Und zum
Abschluss, nach unserem Stretching bekommen wir in der ruhigen Halle
(ungelogen) 40 min Massage. Jeder. Und wie er es gerne möchte. Man wird
gefragt, Füße, Beine, Rücken? Ich habe das Glück einer Masseurin mit
französischem Akzent und gleichzeitig eines zweiten Masseurs. Wow, gleich
zwei!

Dieter (Alter 65)+ Teil
unserer Lauftruppe |
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Am Berg/Ziel (km25): die Hälfte |

Gemeinsam im Ziel |
Und zum Schluss sei noch
allen gedankt, die mir beim Wettermachen geholfen haben. Danke!
Es grüßt "Servus",
der Erwin
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